Happy Eastern oder doch lieber Happy Birthday Buddha?

BY IN Newsseite NO COMMENTS YET , , , , , , ,

Wir Christen in Europa feiern am Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang den Ostersonntag. Umgangssprachlich verbinden wir mit dem Fest den Osterhasen? Aber feiern die Japaner auch das Osterfest und verstecken Ostereier und suchen den Osterhasen?

Es sind nur wenige Japaner christlichen Glaubens und daher feiern sie kein Osterfest. Sie feiern dafür Kambutsue oder Hana-Matsuri „Blumenfest“, ein buddhistisches Fest, welches auf den 8. April fällt. Das ist auch in etwa der Zeitpunkt, an dem die Kirschblütenfront Tokio erreicht. Die Japaner feiern an diesem Tag den Geburtstag Buddhas.

Anlässlich dieses Festes richten sie in den Tempeln eine Hanamido („Blumenhalle“) her. Der neugeborene Buddha wird mit Blumen geschmückt und alle Tempelbesucher bringen ihm Blumenblüten als Opfer dar. Den Kopf der Statue beträufeln sie mit Amacha, einem Tee aus Hortensienblüten. Amacha regnete es bei Buddhas Geburt, so eine Legende. Ihm werden magische Kräfte zugeschrieben, denn er soll die Japaner vor bösen Geistern (Oni), Schlangen und Insekten schützen.

Ebenso wird das Kirschblütenfest auf den Straßen mit festlichen Umzügen gefeiert. Hierfür wird u.a. mit Lampions geschmückt, auf welchen Kirschblüten zu sehen sind. Die Städte erstrahlen sehr farbenfroh, auch da die Feiernden bunte Kimonos tragen. Es ziehen Festwagen durch die Stadt, so wie bei uns in einigen Städten zur Faschingszeit. Um Buddha zu ehren und da an diesem Tag sein Geburtstag gefeiert wird, sitzt meist ein Buddhakind auf dem Rücken eines weißen Elefanten. Das ganze wird auf einem Wagen durch die feiernde Stadt gezogen.

Autor: Leonie Eckhardt

Fotos von Maarten Heerlien und Guilhem Vellut (CC BY 2.0)

 

Quellen:
Sushi Saar Blog
Kleiner Kalender

So, what do you think ?