Am Fuße des Fujiyama (Bericht vom Vorlager 1)

BY IN Newsseite NO COMMENTS YET

Es war eine lange Reise für alle von uns. Nach unserem 12-stündigen Flug nach Tokio, landeten wir endlich und wurden beim Aussteigen sofort von der Hitzewelle erschlagen. Es war wirklich heiß! Umso schöner war die Nachricht, noch 4 Stunden mit dem klimatisierten Bus vom Flughafen zum Camp am Fuße des bekannten Berges “Fujiyama” zu fahren.

In den Häusern dort wurde man sofort mit der japanischen Kultur konfrontiert. Nebst einer typischen japanischen Architektur sind Dinge, wie das Wechseln der Schuhe für Küche und Toilette oder das Essen von Reis mit Reis sehr ungewohnt. Wir haben uns aber schnell an die leckere Küche gewöhnt und eigentlich schmecken auch Sojasoße oder Miso-Suppe sehr gut.

Einziger Wunsch für die meisten war, nach 30 Stunden Reise, endlich duschen zu gehen. Ich gebe zu, dass die Nachricht, es gäbe keine Duschen, erstmal schockierend war. Stattdessen führte man uns in ein echtes japanisches Badehaus (Onsen). Kritische Gesichter wandelten sich schnell in begeisterte und entspannte Blicke. In einem japanischen Badehaus haben Reinheit und Wohl des Körpers oberste Priorität. Nachdem man sich entkleidet hat, wäscht man seinen Körper, indem man sich einfach eine mit Wasser gefüllte Schüssel über den Kopf schüttet während man auf einem kleinen Hocker sitzt. Anschließend kommt das Highlight des Badens. Man setzt sich in ein sehr warmes Becken, um den Körper zu entspannen. Der Aufenthalt in diesem heißen Becken kann man gut mit einer Sauna vergleichbar. Man beginnt schnell zu schwitzen und kann bei Gesprächen das Baden genießen.

2015-07-21--11-42-42--Jamboree

Ausflug nach Tokio, Foto: Peter Neubauer

Am nächsten Tag mussten die meisten früh raus, um sich mit dem Bus auf den Weg nach Tokio zu machen. Der Trupp “Boandlkramer” aus Bayern blieb jedoch im Camp, um sich an das Klima zu gewöhnen und eine Wanderung durch die Wälder des Fuji zu machen. (Grund dafür: der Trupp ist während der Nachtour noch mehrere Tage in Tokio!).

In Tokio angekommen hatten wir zuerst kaum Orientierung und haben eine halbe Stunde lang die U-Bahn gesucht. Wirklich eine große und unübersichtliche Stadt! Als erstes haben wir das Rathaus von Tokio besucht, von dem man eine tolle Aussicht über die Stadt hat. Anschließend haben wir Geld bekommen und durften uns unser Mittagessen selbst kaufen. Eine japanische Suppenküche gefunden, wollten wir uns gleich etwas zu essen bestellen. Es stellte sich aber als Problem dar, dass man das Essen an einem Automaten bestellen musste – auf diesem waren allerdings nur japanische Zeichen! Zum Glück hat uns ein Japaner geholfen und wir konnten uns das Essen bestellen. Kurz darauf sind wir mit der U-Bahn zu der berühmten „Alle-Gehen-Kreuzung“ gefahren. Das Besondere an dieser Kreuzung ist, dass das Licht immer für alle Fußgänger grün ist und so kann man auch diagonal auf die andere Straßenseite gelangen.

2015-07-25--19-26-44--Jamboree

Singen am Lagerfeuer, Foto: Peter Neubauer

Highlight des gesamten Vorlagers war definitiv der Aufenthalt in Tokio. Erst dort hat man tatsächlich wahrgenommen, dass wohl das größte Abenteuer unseres Lebens begonnen hatte. Voller Vorfreude machten wir uns trotz Regen auf, um die Busse zu erreichen, die uns direkt zum World Scout Jamboree 2015 in Yamaguchi bringen sollten.

Young Correspondents: Robin Edelmann (Trupp Elwedritsche) und Stephan Albrecht (Trupp Boandlkramer)

So, what do you think ?