Cultural Exchange Day

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Auf dem Jamboree sind ca. 150 Nationen vertreten, die kulturell teilweise sehr unterschiedlich sind. Sie gehören den verschiedenen Weltreligionen an, tragen ihre landestypischen Gewänder und auch die Speisen sind sehr vielfältig.

Um über den Tellerrand hinauszublicken und die Unterschiede kennen zu lernen fand am Sonntag, 02. August, der „Cultural Exchange Day“ statt. Dieser begann vormittags mit einer interreligiösen Feier in der Arena sowie mehreren Gottesdiensten im Faith & Belief Zentrum (siehe Facebook Posting).

 

Am heutigen Sonntag fanden ein evangelischer und ein katholischer Gottesdienst im Rahmen des 23rd World Scout Jamboree…

 

Posted by 23rd World Scout Jamboree Japan – German Contingent on Sunday, August 2, 2015

 

Hier können Vorurteile anderen Religionen gegenüber abgebaut und Verständnis für kulturell bedingte Verhaltensweisen aufgebaut werden.

Ab mittags wurde dann fleißig gekocht und die Units boten etwas landestypisches zu essen an – es schwebte eine Wolke mit dem Geruch verschiedenster Gewürze über dem Lagergelände. Jede Unit hat sich im Vorhinein überlegt, wie sie ihr Land / ihre Region am besten kulinarisch vorstellen können. So konnte man sie dabei beobachten, wie sie eifrig die Speisen zubereiteten sowie die Unterlager dekorierten. Es war ein reges Treiben auf dem Platz und eine fröhliche und ausgelassene Stimmung. Auch haben sich viele in ihre landestypischen Gewänder geworfen und so ihr Essen präsentiert.

Die deutschen Units können eine Vielzahl verschiedener regionaler Gerichte vorweisen. Viele Trupps haben sich für Gerichte mit Kartoffeln entschieden. Diese wurden zu Schupfnudeln, Bratkartoffeln oder Reiberdatschi verarbeitet. Für diese wurde das Apfelmus sogar selbst gemacht, da nur ganze Äpfel aufzutreiben waren. Der Trupp Mighty Ansgar präsentierte sich in seiner bayerischen Tracht mit Dirndl und Lederhosen und servierte Kartoffelsalat und Bayerisch Creme. Beim Trupp Berlin/Hannover konnte man Currywurst und Chai ausprobieren. Einen leckeren Nudeleintopf mit Gemüse bereitete der Trupp Schimmelreiter zu, Spundekäse mit kleinen Brezeln bot der Trupp Süd-West an und der Trupp Vitalianer aus dem hohen Norden hatte Labskaus als Spezialität auf der Speisekarte. Natürlich durften auch Käsespätzle nicht fehlen, welche beim Trupp Herrgottsbescheißerle klassisch mit einem Schaber und einem Holzbrett hergestellt wurden.

Natürlich waren auch bei den anderen Units aus aller Welt vielfältige Spezialitäten zu finden. Die Schweizer haben für uns sehr bekannte Gerichte angeboten wie Bierchermüsli oder Schokoladen-Fondue mit Obst und bei den Holländern konnte man die bekannten kleinen Pfannkuchen, die Poffertjes kosten. Marshmallows konnte man dahingegen bei den Amerikanern über einem Kocher grillen und mit Schoko-Sauße überziehen. Das bei uns als „Armer Ritter“ bekannte Gericht wurde bei den Belgiern angeboten unter dem dort typischen Namen Winteltiefjes. Die Japaner servierten ihre Noodle Soup in unterschiedlichen Gewürzrichtungen und die Australier haben Vegemite mitgebracht. Diese Paste schmeckt salzig, malzig und leicht bitter und wird hauch dünn auf ein Toast mit Butter geschmiert. Für uns Europäer schmeckt das sonderbar, aber es soll die Gehirnfunktion anregen.

Den Tag rundete eine Show in der Arena ab. Zu dieser Veranstaltung kam auch ein ganz besonderer Gast, der japanische Kronprinz Naruhito. Für ihn wurde das Gelände zu einer Sicherheitszone Nr.1 verwandelt. Da dieser selbst einmal Pfadfinder war, hat er sehr schöne Worte über die Pfadfinderbewegung und über das Jamboree an die Teilnehmer gerichtet. Auch der Premierminister von Japan, Shinzō Abe, der aus der Präfektur Yamaguchi stammt hat seine Worte an die Teilnehmer des Jamborees gerichtet. Als Showact flog der japanische Kunstflugpilot und Pilot der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft Yoshihide Muroya mit seinem deutschen Flugzeug einige Runden über das Gelände. Unter anderem hat er das Logo des Jamborees an den Himmel gemalt. Da auch er Pfadfinder ist, hat er eine kurze Videobotschaft an die Teilnehmenden gesendet. Die letzte Rede hat Soichi Noguchi, ein japanischer Astronaut, gehalten. Er ist Pfadfinder seit er 9 Jahre alt ist und vertritt die japanischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder heute als Botschafter. Abgerundet wurde die Show durch drei Gesangacts. Die Menge tanzte mit und alle haben miteinander eine große Party gefeiert.

Zum Ende der Show hin gab es einen wunderschönen Sonnenuntergang, welcher den Abschluss eines erlebnisreichen und kulinarischen Tages bildete. An diesem Tag wurden viele kulturelle Brücken gebaut und Freundschaften geschlossen. In den nächsten Tagen geht dann das normale Programm wieder weiter und es werden sicherlich nicht nur bei den deutschen Units selbst organisierte Dinner-Swaps (Gemeinsames Abendessen mit einem anderen Trupp) stattfinden.

 

 

Cultural Exchange Day

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