Ein Mahnmal für den Frieden

BY IN Newsseite NO COMMENTS YET

Heute jährt sich zum 70. Mal der Jahrestag des Abwurfs der Atombombe auf Hiroshima in Japan. Pfadfinder aus Deutschland nehmen an den offiziellen Gedenkveranstaltungen „Hiroshima Peace Memorial Ceremony“ sowie im Nagasaki Peace Memorial Park teil und engagieren sich aktiv als Friedenspfadfinder/innen.

Alle Teilnehmer/innen des 23. World Scout Jamborees besuchten in den letzten Tagen das „Hiroshima Peace Memorial“. Die Pfadfinder/innen besichtigten dort nicht nur die Gedenkstätte und das Museum, sondern engagierten sich dabei auch aktiv für den Frieden: Mit dem Schlagen der Hiroshima Peace Bell, interreligiösen Gebeten und der Übergabe von mehreren zehntausend Papierkranichen. Einer japanischen Legende zufolge, geht ein Wunsch in Erfüllung, wenn man eintausend Kraniche bastelt und spendet. Die Kraniche haben die scouts und guides vom zwei Stunden entfernten Jamboree-Gelände in Yamaguchi mitgebracht.

Foto: Christian Schnaubelt

Foto: Christian Schnaubelt

„Hiroshima ist ein Mahnmal sich für den Frieden einzusetzen“

„Die Gedenkstätte war für uns alle bewegend. Die Vorstellung, dass aus einer „heilen“ Stadt in wenigen Sekunden ein solches Trümmerfeld entsteht, ist erschreckend. Hiroshima sollte daher ein Mahnmal für uns alle sein, uns für den Frieden einzusetzen“, sagte Stephan Albrecht (15) aus Denklingen nach seinem Besuch des Hiroshima Peace Memorial.

Für die Jamboree-Teilnehmenden war der Besuch der Hiroshima – Gedenkstätte ein sehr nachdenkliches und bedrückendes Ereignis. Diese  Eindrücke waren auch den bewegenden Friedensbotschaften der scouts und guides spürbar, die am Ende des Besuchs des Hiroshima Peace Memorial formuliert wurden wie „wir sollten alle an einer friedvollen Welt arbeiten“ und „es sollte nie wieder einen Ort geben, an dem Menschen wir hier weinen müssen“.

Foto: Christian Schnaubelt

Foto: Christian Schnaubelt

An den heutigen offiziellen Gedenkveranstaltungen zum 70. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki nehmen auch zwei deutsche Pfadfinder teil.

Engagement als Friedenspfadfinderinnen und Friedenspfadfinder

„Das Engagement von Pfadfinderinnen und Pfadfindern für den Frieden wird beim Weltpfadfindertreffen besonders sichtbar. Junge Menschen aus 150 Ländern tauschen sich aus, überwinden Grenzen, schließen Freundschaften und setzten sich für ein friedliches Miteinander ein. Nach dem Besuch der Gedenkstätte ist ihr dringlichster Wunsch gleichzeitig ein deutlicher Appel: Frieden in dieser Welt. Es ist daher unser aller Auftrag Konflikte friedlich zu lösen und sich überall für den Frieden einzusetzen“, sagte Dominik Naab, Vorsitzender des Rings deutscher Pfadfinderverbände.

An der offiziellen Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima nahmen am 06. August Pfadfinder/innen aus 150 Ländern teil. Johannes Lichtenthaeler (15) aus Kelsterbach vertrat die deutschen Pfadfinder bei der zentralen Gedenkveranstaltung im Hiroshima Peace Memorial Park. „Ich finde es gut, dass wir Pfadfinder bei der Gedenkveranstaltung eingeladen waren. Berührt hat mich vor allem die Gedenkminute zum Abwurf der Atombombe. Hiroshima hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir Pfadfinder uns für den Frieden einsetzen“.

Seht hier weitere Bilder aus Hiroshima:
https://www.flickr.com/photos/126780177@N08/sets/72157656855262941.

Foto: Christian Schnaubelt

Foto: Christian Schnaubelt

So, what do you think ?